17. - 21. Januar 2009

Gürteltier Elli

und Arschkriecher Paule

Claudias Mutti hat im Allgäu eine Pension, wo damals der Indi auch für Perlsacktiere die Möglichkeit anbot Urlaub zu machen. Dies konnten sie mit aber auch ohne ihren Menschen machen. Elli und Paule waren mutig und haben die Reise alleine gemacht.
Zugegeben ein Gürteltier und ein Arschkriecher sind schon ein seltenes Liebespaar, aber die beiden waren echt süß.
Damit die beiden eine Erinnerung an ihren Urlaub haben, haben wir natürlich Fotos gemacht und Elli hat Tagebuch für Eva (ihre Adoptivmutter) geführt, welches ihr nachfolgend lesen könnt.

Samstag, 17.01.2009 Anreise

Am Samstagmittag sind wir angekommen. Viel zu früh, wer ahnt auch dass die Post so schnell ist. Gott sei Dank. Als das Paket gerüttelt wurde und eine Stimme fragte, ob wir drin sind fing ich an mit Schreien. Daraufhin wurden wir raus gelassen und Ami zeigte uns das Haus und unser Zimmer. Indi und Romeo waren wie angekündigt mit Claudi noch beim Ski fahren.


Somit hatten wir viel Zeit uns von der Reise zu erholen (die restlichen Gummibärchen zu futtern) und Fische, Schildkröten und Echsen zu beobachten.  Wir haben viel mit Ami gelabbert. Sogar Paule war gar nicht schüchtern (was wohl an der gleichen Fellfarbe lag). Am Abend hat uns Ami sogar noch eine Gutenacht-Geschichte vorgelesen. Es hat nicht lange gedauert und wir sind eingeschlafen.

Sonntag, 18.01.2009 Manus Geburtstag

Sonntag haben wir so richtig ausgeschlafen. Danach wollte Paule unbedingt wieder die Fische und Schildkröten beobachten. Das haben wir auch getan. Am Nachmittag gab´s Kaffee und Kuchen. Tante Manu hatte Geburtstag (wir sind also doch rechtzeitig gekommen). Es kamen viele Leute zum Kaffeetrinken, und der Indi mit Claudi kam auch. Der war überglücklich uns zu sehen. Die Kuchen waren richtig lecker.


Danach haben wir ein kleines Nickerchen eingelegt, da wir nun wussten, dass es ein langer Abend werden kann. Es gab selbstgemachten Zwiebelkuchen und ganz viel Allgäuer Käse zum Futtern. Tante Manu besitzt eine Henne, welche Whiskey-Sahnelikör–Eier legt. Logisch das mein Paule gleich in den Arsch der Henne kriechen wollte. Wir haben ihn davon abgehalten, somit konnte die Henne fleißig Eier legen.

Montag, 19.01.2009 Schlittenfahrt und Sauna

Am Montag begann nun unser eigentliches Wochenende. Nach einem ausgiebigen Frühstück, ging es los. Schlittentour durch Schrattenbach. Der Schlitten war schon vorbereitet. Warm eingepackt, wir haben sogar jeder einen Schal bekommen, fuhren wir Richtung Ziegenfarm. Man war das aufregend. In der Nacht gab es etwas Schnee, was unseren Ausflug noch verschönerte.


Oft fuhren wir auf unberührten Wegen. Vorbei an der Kirche ging es bergauf, später durch den Wald Richtung Kapfkapelle. Der Weg durch den Wald war wunderschön.  Hier standen auch einige Kreuze mit unterschiedlichen Aufschriften und Holzschnitzereien im regelmäßigen Abstand am Wegesrand. Oben angelangt, besuchten wir die Kapelle. Da gibt es eine Schnur an der man ziehen kann und dann läutet die Kirchturmglocke. Das hat Spaß gemacht. Leider zogen schon wieder Regenwolken auf und der Bergblick war etwas getrübt.


Die Fahrt ging weiter durch den Wald. Wir haben sogar Wildspuren im Schnee gesehen. Zum Schluss waren wir noch an der Grotte, eine kleine Naturquelle. Dann fing es doch tatsächlich mit Regnen an. Also fuhren wir im Eiltempo nach Hause. Nass wurden wir nicht. Zum Mittag gab es Bayerischen Leberkäse.


Der Nachmittag gehörte dann wieder ganz uns, Paule und mir. Die Sauna wurde nur für uns hergerichtet. Mir war es fast zu warm, dem Paule gefiel es umso mehr.


Am Abend haben wir mit den anderen gespielt und Schokofondue gefuttert.

Dienstag, 20.01.2009

Den Dienstag begannen wir im Bett. Es wurde uns nämlich das Frühstück ans Bett gebracht. Diesen Service würde ich mir zu Hause auch ab und zu wünschen.


Nach dem Aufstehen sind wir wieder raus mit dem Schlitten. Kühe und Pferde anschauen. Leider war es für den Romeo nicht möglich ein Foto von uns mit den Kühen zu machen, da diese im Stahl sind und es dort keinen sauberen Platz für uns gab. Die Gefahr Kuhdreck abzubekommen war zu groß. Solche Fotos sind im Sommer besser zu machen, wenn die Kühe auf der Weide sind, sagt der Romeo. Wichtig ist ich hab mal eine Kuh in Natur gesehen. Ziemlich große stinkende Tiere find ich. Die Pferde waren auf der Koppel. Paule war auch hier ziemlich ängstlich, da ihm die Tiere viel zu groß sind. Dass man auf solchen Tieren reiten kann wollt er mir gar nicht glauben.


Daheim zeigte uns der Indi seinen Hasen. Eigentlich gehört er ihm gar nicht. Aber auch voll süß. Und den Hauskater durften wir streicheln. Ich glaube der hatte mehr Angst vor uns, als der Paule vor ihm. Nach so vielen Tieren haben wir wieder ein kleines Nickerchen eingelegt.


Zum Abendessen gab´s Kässpätzle. Von Tante Manu selbstgemacht. Wir hätten es ganz romantisch mit Kerzenschein zu zweit bekommen, aber wir wollten lieber mit den anderen essen, dass war viel lustiger.

Mittwoch, 21.01.2009

Mittwoch war unser letzter Tag. Am Morgen sind wir mit dem Auto raus. Für eine Eis- Ralley auf´n See war es die letzten Tage einfach zu warm. Also sind wir nur so ein bissl rumgefahren. Dann fing es an mit schneien. Wir sind daher wieder rein, damit mein Paule nicht frieren muss.


Da Paule und ich so sehr Italienisches Essen lieben, hatte der Indi eine ganz besondere Überraschung für uns. Wir haben ein romantisches Essen zu zweit beim Italiener bekommen. Das Beste, wir durften unsere Pizza selber machen, dass heißt beim Belegen behilflich sein und Aufpassen, dass die Pizza im Holzofen nicht verbrennt. Die Pizza war riesig, hat nicht mal mehr auf den großen Pizzateller richtig drauf gepasst. Aber wir haben alles geschafft. Zum Dessert war eigentlich ein Tiramisu geplant, aber wir waren voll. Daher bekamen wir es eingepackt und wir konnten es später genießen.


Nach dem Italiener sind wir aber erst mal wieder raus. Es hat die ganze Zeit durchgeschneit. Richtig dicke Flocken. Nach einem kleinen Spaziergang und Schneeherzbauen, war der Paule so durchfroren, dass er mich angefleht hat doch bitte wieder ins Warme zu gehen. Gott sei Dank gab es Glühwein, den selbst mich hat es gefroren. Wohl bemerkt es hatte immer noch ununterbrochen geschneit.


Während wir Glühwein geschlürft haben, hat der Indi schon unser Bad mit Rosenblättern und Kerzenschein vorbereitet. So lässt es sich aushalten. Anschließend hat mir mein Paule noch den Bauch gegrault. Mmhhh.


Das Abendessen war wieder super. Es gab Schnitzel im Parmesanmantel mit bunten Nudel, selbstgemachter Tomatensoße und Spinat. Beim Nachtisch haben wir mitgeholfen. Kokosnusseis selbstgemacht mit gebackener Banane. Superlecker, besonders das Eis, welches der Paule und ich gemacht haben war erste Sahne.


Wir haben bis in die späte Nacht noch zusammengesessen und geredet.


Heute sind wir ganz früh aufgestanden. Claudi hat uns nämlich angeboten, uns zu zeichnen. Als Geschenk für dich. Damit wollten wir dir nochmal Danke sagen, dass du uns diese wunderschönen Tage ermöglicht hast.


Es war eine wirklich unvergessliche Zeit für uns.