Carlos, Kalle & Georgia

in Irland

Im April ging es für 10 Tage zu sechst nach Irland. Das heißt Claudia mit Carlos, Manu (Claudias Mutti) mit Kalle (kleiner Eumel) und Martin (Claudias Bruder) mit Georgia (großer Eumel). Mit einem Mietauto ging es durch halb Irland. Wir haben viele Burg- und Kloster-Ruinen gesehen, waren in einer Whiskey-Destille, haben eine Radtour auf einer kleinen Insel gemacht, waren in den Städten shoppen und vieles mehr.

Sonntag, 28. April 2013 Anreise

Nachdem wir uns im Flughafen gestärkt hatten, sind wir zur Autovermietung unser Auto holen. Mit unserem roten Nissan Qashqai ging es über verschlungene Landstraßen Richtung Trim Castle. Die Strecke war toll und Sonne und Regen wechselten sich ständig ab.

Es war gegen 5 Uhr als wir im Hotel eincheckten. Das Wetter klarte auf und die Sonne lud zu einem Spaziergang um die Trim Castle Ruine entlang des Flusses ein.

Zu Abend haben wir im Hotel- Restaurant gegessen mit fantastischem Blick aufs Trim Castle, welches von der Abendsonne unglaublich in Szene gesetzt wurde.

Montag,29. April 2013 Whiskey und Ruinen

In einem waren sich Martin und Carlos einig: Whiskey-Destille-Besuch ist Pflicht wenn man in Irland ist. Es gibt natürlich viele Whiskey- Destillen in Irland. Wir haben uns für die Kilbeggan Destille entschlossen, weil sie zum einen auf unserem Weg lag und zum anderen klein und traditionell betrieben wird. Wir haben die volle Tour mit anschließender Verkostung gemacht.

Unser zweites großes Ziel an diesem Tag war Clonmacnoise, das geistliche und geistige Zentrum Irlands am Fluss Shanon gelegen. Es ist eine beeindruckende Klosterruine dessen Geschichte bis ins 6. Jahrhundert n. Chr. Zurück reicht.

Dienstag, 30. April 2013 Galway und Dunguaire Castle

Am Dienstag ging es nach Galway, die drittgrößte Stadt Irlands. Sie befindet sich an der Westküste Irland. Das Zentrum kann man bequem zu Fuß erlaufen. Es gibt viele kleine nette Läden und ein großes Shopping Center. Was jeder Irre weis und uns zum Glück auch verraten hat, es gibt hier „The best Fish and Chips“.

Für den Abend war ein Bankettessen in einer alten Burg, dem Dunguaire Castle, geplant. Schon beim Eintreten in die Burg wurde man mit Harfenmusik und Met in eine andere Zeit versetzt. Das festliche Essen fand oben im Turm im Bankettraum statt. Es gab viel Wein und es wurde viel gelacht. Ein absolut gelungener und unvergesslicher Abend.

Mittwoch, 01. Mai 2013 Burren

Die Burren sind bekannt für die Poulnabrone Dolmen, ansonsten ist die Gegend laut Reiseführer eine eher karge Landschaft, wo es nicht viel zu sehen gibt. Wir haben uns vom Gegenteil überzeugt. Das Wetter hätte nicht schöner sein können. Am Vormittag sind wir zu den Aillwee Caves und haben die Führung durch die Tropfstein-Höhle, welche sogar einen unterirdischen Wasserfall hat, gemacht.
Carlos hat wie jeden Tag lieber ausgeschlafen, dafür war er beim anschließenden Spaziergang auf dem Bergweg voll dabei. Wir haben für eine karge Landschaft eine Vielzahl an Blumen gefunden und Carlos hat mit Steinen Türmchen gebaut.

Am Nachmittag waren wir dann an den besagten Poulnabrone Dolmen. Blauer Himmel und kaum andere Leute, was will man mehr. Carlos hat sich für die Felsspalten am Boden begeistert. Ohne Probleme konnte er im Nu „im Erdboden verschwinden“.

Durch Zufall und eher über Irrwege sind wir in eine Parfümerie mit Bio-Kaffee gelangt. Eine kleine blühende Oase, wo es richtig lecker selbstgemachte Sachen gibt. Klasse. Sogar Burren-Honig gab es zu kaufen, da sag noch mal jemand es wäre eine karge Landschaft.

Donnerstag, 02. Mai 2013 Aran Islands

Am Donnerstag ging es mit der Fähre auf die Aran Inseln. Wir haben uns für "Inish Oirr" die Kleinste und Östlichste der drei Inseln entschlossen. Es war sonnig aber auch windig, was man am Meer spürte.
Um die Insel zu erkunden haben wir uns Fahrräder ausgeliehen. Wir haben auch eine Karte mitbekommen, welche aber nicht ganz stimmte. So kam es, dass wir im Wirrwarr der Steinmauern vom geplanten Weg abgekommen sind. Dennoch hatten wir eine tolle Radtour und haben die Insel auf unsere Art entdeckt.

Die Rückfahrt mit dem Schiff ging vorbei an den berühmten Cliffs of Moher. So konnten wir die Küste vom Meer aus bestaunen und waren den nistenden Seevögeln ganz nah.

Freitag, 03. Mai 2013 Cliffs of Moher und Burgen

Am nächsten Tag sind wir mit dem Auto zu den Cliffs of Moher gefahren. Es war extrem windig und das Meer tobte. Die Aussicht war gigantisch. Die Wellen tobten und auch wir hatten mit dem Wind zu kämpfen, weshalb für Carlos absolutes Flugverbot galt.

Die Fahrt ging weiter Richtung Hags Head, dem südlichsten Ausläufer der Cliffs of Moher. Wir haben an einer kleinen Bucht gehalten. Hier versuchte ein Bach in den Atlantik zu fließen, wobei das Wasser aufgrund des starken Windes wieder nach oben gespritzt wurde.

Nach längerer Fahrt sind wir an unserem nächsten Ziel des Tages angelangt, das Knappogue Castle. Die Burg wurde 1467 erbaut. Um sie vor dem Verfall zu retten, hat man ein Museum darin errichtet und nutzt auch hier den Saal für ritterliche Banketts.
Wir haben die Burg auf eigene Faust erkundet, wobei wir einen Plan bekommen haben. Zudem waren an den Wänden immer Erklärungen zu den einzelnen Räumen angebracht, wodurch wir einen sehr guten Eindruck vom früheren Leben auf der Burg bekommen haben.

Der Hunger führte uns in die Abbey Tavern. Klar dass wir uns nach dem Mittag das Abbey (Kloster) auch angesehen haben.

Es war bereits 4 Uhr als wir am Bunratty Castle ankamen. Zur Burg gehörte ein riesiger Park, der Folk Park, mit Freilicht-Museum. Im Grunde war ein kleines Dorf aus früherer Zeit nachgebaut worden und das sogar mit lebendigen Tieren.

Danach ging es in unser B&B. Obwohl wir spät dran waren, gab es für uns noch Teetime mit selbstgebackenen Brötchen. Genau das richtige nach diesem langen erlebnisreichen Tag.

Samstag, 04. Mai 2013 Dingle-Halbinsel

Das Frühstück war der Wahnsinn. Bei so einer Gastgeberin fiel es uns schwer weiter zu fahren. Aber wir hatten viel vor. Über den Connor Pass zum Slea Head Drive und nach Killarney wo wir unser B&B gebucht hatten. Das Wetter war wieder sonnig und windig. Wie geplant sind wir auf die Dingle Halbinsel, an den Windmühlen vorbei Richtung Connor Pass.

Zu unserem Unglück fand ein Radrennen statt, was die komplette Stecke blockierte. Wir haben das einzig Vernünftige getan. Die Strecke verlassen, das türkis-blaue Meer genossen, den Kite-Surfern zugesehen und sind lecker Mittagessen ins Pub gegangen.

Nach unserem Pub-Besuch hatte sich das Wetter geändert. Eine dicke Regenwolke hatte es vom Atlantik her geblasen. Es waren wohl die bescheidensten Bedingungen, die man auf dem Connor Pass haben konnte. Keine Sicht und ab und zu noch vereinzelte Radfahrer.

In Dingle angekommen haben wir einstimmig beschlossen die Küsten-Tour zu streichen und direkt nach Killarney weiterzufahren.

Sonntag, 05. Mai 2013 Killarney und Muckross House

Da wir in Killarney drei Übernachtungen gebucht hatten, mussten wir heute keine Koffer packen, sondern konnten einfach mal die nahe gelegene Umgebung unsicher machen. Das Wetter wirkte etwas unentschlossen, was uns nicht abhielt zum 2 km entfernten Muckross House, einem alten Herrenhaus mit einem unglaublich schönen Garten, zu fahren. Und der Garten war wirklich eine Wucht, nicht nur riesig sondern auch wunderschön. Es war wie ein Besuch auf einer Landesgartenschau. Und das zu dieser Jahreszeit.

Wir haben auch noch die kleine Wanderung zum Torc Waterfall gemacht.

Am Nachmittag haben wir die Christ Church besucht und sind zum nahegelegenen Ross Castle gefahren.

Montag, 06. Mai 2013 Connor Pass und Slea Head Drive

Es war ein unglaublich schöner Tag. Obwohl für den Montag eigentlich der Ring of Kerry geplant war, haben wir uns entschlossen nochmal den Connor Pass und diesmal auch den Slea Head Drive zu machen.
Dieses Mal waren keine Radfahrer unterwegs und die Aussicht war traumhaft.
Von Dingle aus sind wir gleich auf den Slea Head Drive gefahren.
Am Celtic Centre gab es ein versteinertes Dinosaurier-Nest zu bestaunen. Carlos war nicht mehr zu halten, da das Nest nicht wie erwartet hinter Glas war, sondern frei zugänglich. Er konnte somit unerlaubterweise ein echtes (wenn auch versteinertes) Dinosaurier-Ei berühren.

Das Wetter war wirklich ein Traum und die Straße führte direkt am Atlantik entlang.
Einen weiteren Stopp haben wir am Dunbeg Fort, eine Küstenfestung aus der Eiszeit, gemacht. Im Laufe der Zeit sind die Mauern aus grobem Naturstein schon stark erodiert, dennoch konnte man den Grundriss noch sehr gut erkennen.
Im anliegenden Restaurant gab es auch noch einen Videovortrag, der uns alles Wissenswerte erklärt hat. Anschließend haben wir uns bei einer Tasse heißer Schoki von der Sonne verwöhnen lassen. Ein kleines Stück weiter auf der rechten Straßenseite gab es die Bienenkorbhäuser zu sehen, welche früher den Pilgern auf ihrem Weg zum Mount Brandon als Unterkunft gedient hatten.
Wir haben keinen Aussichtspunkt ausgelassen. An einem gab es sogar super leckeren Blechkuchen zu kaufen.

Mittag gab es sehr spät in einem netten Restaurant. Danach ging es noch einmal ans Meer. Diesmal an einer Stelle, wo man direkt über die Felsen ins Meer hätte rein können. Es war gerade Flut und unglaublich schön anzusehen wie sich die Wellen brachen beziehungsweise an den Felsen zerschellten.
Die Gegend war hügelig und die Straßen schlängelten sich durch die Schafwiesen hindurch. Es war wenig los und wir haben die Fahrt genossen. Um halb 6 waren wir wieder zurück in Killarney.

Dienstag 07. Mai 2013 Von Killarney nach Timoleague

Für den Dienstag war Minzen Head mit Wanderung am Atlantik geplant. Wir sind also nach Bantry gefahren. Es war eine schöne alpine Strecke entlang des Lough Lane Lakes hinauf zum Molly Gap und dann wieder runter ins Tal. Auch bei schlechter Sicht eine schöne Strecke.
Leider hat es geregnet und gestürmt, sodass wir bei einer heißen Schoki in Bantry beschlossen haben, dass eine Wanderung bei diesem Wetter keine Freude ist und wir lieber einen ruhigen Tag machen und direkt ins B&B fahren.

Um 2 Uhr haben wir Timoleague erreicht. Da Claudia mit ihrer Erkältung zu kämpfen hatte, ist sie nach dem Mittag gleich ins Bett. Martin und Mutti haben sich währenddessen Timoleague mit seiner schönen Kirche und alten Kloster-Ruine angesehen. Am Abend sind die beiden in die nächste Stadt um Abend zu essen. Claudia hingegen wurde irisch umsorgt. Es gab warmen Whiskey mit Honig.
Carlos und Kalle haben sich um sie gekümmert.

Mittwoch, 08. Mai 2013 Cork

Am Mittwoch stand Cork auf dem Plan, nach Dublin die zweitgrößte Stadt Irlands. Nachdem wir ohne Navigation ins Parkhaus gefunden haben, waren wir bereit die Großstadt zu erobern.
Es hat eine Weile gedauert bis wir den versteckten Eingang zum bekannten "English Market" gefunden haben. Wie bestellt kam die Sonne raus und wir konnten im nahegelegenen Park unser Take-Away-Lunch genießen. Zu unserem Unglück versuchte ein selbsternannter Rocker E-Gitarre zu spielen und zu allem Überfluß auch noch zu singen. Danach war Shopping-Tour angesagt, wobei wir feststellen mussten, dass der irische Modegeschmack sehr extravagant ist.

Donnerstag, 09. Mai 2013 Zurück nach Dublin

Unser letzter Tag mit Auto war gekommen. Wir mussten also nach Dublin zurück. Welchen Weg wir nehmen sollten erklärte uns unser Vermieter. Wir sind natürlich seinem Rat gefolgt und hatten eine sehr schöne Fahrt gehabt. Am Lisselon Gardens Castle haben wir kurz Stopp gemacht, konnten es aber nur von außen ansehen, da es in Privatbesitz ist.

Die Strecke wurde immer kurviger. Als Krönung liefen auch noch Schafe auf der Straße rum. Eine kleine Herde, welche durch ein Loch im Zaun ausgebüxt war, trat gemeinschaftlich den Rücktritt an als wir mit dem Auto ankamen. Sozusagen haben wir die Herde wieder eingetrieben. Es waren noch weitere vereinzelte Schafe unterwegs, was die Fahrt noch interessanter als ohnehin machte.

Am "Vee", zwei Berge die ein V-förmiges Tal bilden, haben wir nochmals die Aussicht genossen, bevor es durch Rhododendron überwucherte Landschaft bergab ging.

Am Nachmittag haben wir "The Rock of Cashel", bekannt als einzigartiges Monument irischer Geschichte und eines der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Irlands, besichtigt. Dank eines deutschen Info-Zettels haben wir viel über die alten Mauern und seine Geschichte und deren Wichtigkeit in früherer Zeit erfahren. Es war wirklich interessant. Leider war es extrem windig und es fing zu regnen an. Alle drei Perlsacktiere haben sich in Muttis Handtasche gerettet und wir sind zurück zum Auto.

Eine viertel Stunde von "The Rock of Cashel" entfernt war die Holy Cross Abbey. Als wir da waren, war der Himmel strahlend blau und vom Unwetter wenige Minuten zuvor war keine Spur. Einige Teile des Klosters waren nur noch Ruine. Die Kirche allerdings war restauriert und wurde auch noch genutzt. In der Kirche war ein Nagel vom Kreuze Jesus zu bestaunen. Die ganze Kirche und das Kloster waren dem Kreuzzug Jesus gewidmet.
Toll war auch der Wasserhahn im hinteren Bereich des Klosters aus dem angeblich "heiliges Wasser" floss.

Eigentlich standen noch die Brown´s Hill Dolmen auf dem Plan, waren aber zeitlich nicht schaffbar. Wir sind daher direkt nach Dublin gefahren und haben uns durch den Großstadt-Feierabend-Verkehr gekämpft. Die Auto-Übergabe verlief ohne Probleme.
Mittlerweile war es schon nach 8 Uhr. Um in unser B&B zu kommen, haben wir uns ein Taxi genommen. Während der Fahrt hat uns der Taxifahrer erklärt, was wir alles in Dublin tun sollten.
Wir haben schnell eingecheckt und sind los um noch etwas zu essen. Um halb 10 war das gar nicht mehr so einfach. Zum Glück hatte noch ein nettes italienisches Restaurant offen, wo wir eine leckere Pizza bekamen. Danach sind wir völlig kaputt ins Bett.

Freitag, 10. Mai 2013 Dublin: Docklands, Christ Church und irisches Mittag

Nach einem leckeren Frühstück mit Waffeln ging es mit dem Bus in die Innenstadt. Als erstes sind wir zu den Docklands gelaufen. Der moderne Stadtteil Dublins mit vielen Glas-Gebäuden, aber auch alten Prunkbauten.
Ein Nachbau eines Hungerschiffes und Messingfiguren sollen an die Hungersnot 1841-1845 gedenken.

Ein schöner Gehweg führte entlang der Liffey. Wir sind ein ganzes Stück gelaufen, bevor wir über eine Brücke Richtung Süden weiter sind, wo uns ein heftiger Schauer in ein Pub getrieben hat. Mit dem Bus sind wir zur Catholic Church und haben uns diese ausgiebig angesehen. Die Christ Church ist und bleibt beeindruckend und schön und durchaus wert öfter als einmal besucht zu werden.

Zu Mittag sind wir den Tipp unseres Taxifahrers gefolgt und haben die Fish&Chips-Bude um die Ecke getestet. Essen gab es nur als Takeaway in einer Papiertüte, was ok war, da es vor der Christ Church Sitzplätze gab. Das Essen allerdings war vor lauter Fett kaum genießbar. Sogar unser Carlos war überraschend schnell satt gewesen.

Danach sind wir zum Stephans Green, da dort Künstler ihre Gemälde am Außenzaun ausgestellt hatten und wir uns das ansehen wollten. Es war eine echt abwechslungsreiche Galerie mit durchaus teuren Gemälden darunter.

Am Abend sind wir französisch Essen gegangen, was eindeutig besser war als das irische Mittagessen.

Samstag, 11. Mai 2013 Dublin: Trinity Collage und Wax Museum

Am Samstag sind wir schon früh mit dem Bus in die Innenstadt um dort zu frühstücken. Wir haben ein nettes modernes Cafe gefunden, wo es für uns Pancake mit Cappuccino gab.

Danach sind wir zum Trinity College. Das Wetter war wieder extrem wechselhaft, in einer Minute Regen in der nächsten blauer Himmel. Die Führung über den Kampus übernahmen die Studenten selbst. Wir bekamen einen Einblick ins aktuelle Studenten-Leben im Trinity College, aber auch die besten Geschichten aus vergangenen Tagen wurden uns erzählt.

Die Bibliothek des Trinity College ist Irlands größte, schönste und eindrucksvollste Bibliothek mit 4,5 Millionen Büchern (alle nach Größe und nicht nach Alphabet geordnet) und einer großen Sammlung von Manuskripten, historischen Handschriften und alter Drucke. Besonders imposant ist der Long Room, eine 64 Meter lange und 12 Meter hohe Halle, die Wände und Decken komplett mit Holz bzw. Regalen verkleidet. Der größte Schatz ist ein irisches nationales Heiligtum: Das Book of Kells (Buch der Kelten). Das Buch wurde geschrieben und gemalt um ca. 800 n. Chr.: Das Schriftbild ist aufwändig gestaltet und verziert, insbesondere mit keltischen Mustern.

Am Nachmittag wollten Carlos und Martin ins National Wax Museum, wo es Wachsfiguren aus Märchen und Fantasy, berühmte irische Persönlichkeiten, internationale Prominenz und ein Horrorkabinett gibt. Carlos hatte natürlich nur Blödsinn im Kopf und ist von einer Wachsfigur zu Nächsten geflogen.

Für den Abend hatten wir einen Tisch im Arlington-Hotel für die "Irish Night" gebucht. Leider ging dies völlig schief, da man unsere Reservierung vergessen hatte. In der Not, an einem Samstagabend haben wir einen netten Pub gefunden wo Live-Musik spiele und wir etwas zu Essen bekamen.

Sonntag, 12. Mai 2013 Dublin: Hop on Hop off Bus Tour

Das Wetter war am Sonntag nicht so toll. Wir sind wieder zum Frühstücken in die Innenstadt und haben beschlossen die “Hop on Hop off Bus Tour“ zu machen. Das heißt in den Bus einsteigen, sich vom Busfahrer etwas von Dublin und seinen Sehenswürdigkeiten erzählen lassen und wenn man mag an beliebiger Bushaltestelle aussteigen und mit einem anderen Bus die Tour fortsetzen.
Natürlich wollten sich alle mit der berühmten Molly Malone fotographieren lassen.

Wir sind beim ehemaligen Gefängnis und bei der Jamson Distillery rausgesprungen. Die Führungen haben wir uns in beiden Fällen gespart, da wir einerseits schon im Wax Museum uns über die irische Geschichte schlau gemacht hatten und anderseits auch schon wussten, wie man Whiskey brennt. An der "Half-Penny-Bridge" haben wir unsere Tour beendet.

Wir haben noch das ein oder andere Souvenir für die Daheimgebliebenen gekauft, bevor es nach dem Mittag zurück ins B&B ging, wo wir den Nachmittag für Postkarten schreiben und Buch lesen genutzt haben.
Für den letzten Abend hatten wir einen Tisch in "The Church", ein Restaurant in einer ehemaligen Kirche, reserviert. Unser Tisch befand sich auf der Empore, von wo aus man einen tollen Blick auf die Bühne hatte. Wir hatten Glück, da an diesem Abend eine irische Band spielte und obendrein auch noch fantastisch Stepptanz aufgeführt hat.
Es war richtig super und entschädigte für den verpassten irischen Abend zuvor. Das Essen war perfekt und viel zu viel. Es war ein toller Abschluss des gesamten Urlaubs. Besser hätte es nicht sein können.

Montag, 13. Mai 2013 Abreise

Auschecken, in der Stadt frühstücken, es gab auch wieder Pancake :-), noch schnell zur Post die Urlaubsgrüße abschicken und mit dem Airlink zum Flughafen.
Unsere 3-Day-Freedom-Tickets waren sogar noch gültig, da sie genau 72 Stunden gültig sind. Gepäck abgeben, einchecken und aufs Flugzeug warten. Der Flug verlief ohne Probleme.
Steffi und Matthias haben uns vom Flughafen abgeholt.

Es waren ein paar tolle Tage in Irland und eines steht fest, die grüne Insel hat uns nicht zum letzten Mal gesehen. Wir kommen wieder ;-)